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Aus der Werkstatt

Möbel zerlegen und wieder aufbauen: was wirklich auseinander muss

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Zerlegt wird alles, was durch eine Tür nicht heil hindurchpasst, und alles, was im Wagen ohne Zerlegen kippen würde. Alles andere fährt besser am Stück, denn jedes Lösen und Anziehen einer Schraube kostet Substanz im Holz. Diese Seite sagt Stück für Stück, was in welche Kategorie fällt, wie die Beschläge den Umzug überstehen und warum die Einbauküche ein eigener Fall ist.

  • Zerlegt wird nur, was sonst nicht heil durch die Tür geht
  • Beschläge und Schrauben bleiben beschriftet beim Möbel
  • Pressspanmöbel vertragen nur wenige Auf- und Abbauten
  • Die Einbauküche wird gelöst und gesetzt, angeklemmt wird sie vom Fachbetrieb
Zerlegter Kleiderschrank: Seitenwände und Böden lehnen an der Zimmerwand, davor ein offener Karton mit Beschlägen und ein Akkuschrauber auf dem Boden.

Schrankteile an der Wand, Beschläge im Karton

Nachgerechnet

Die erste Frage: muss es überhaupt auseinander?

Jedes Zerlegen ist ein Eingriff, und jeder Eingriff kostet. Nicht Geld in erster Linie, sondern Haltbarkeit: Eine Schraube, die dreimal in dasselbe Loch in Pressspan gedreht wird, hält beim vierten Mal nicht mehr. Deshalb ist die erste Frage nie, wie ein Möbel zerlegt wird, sondern ob es überhaupt muss. In Häusern mit einem Geschoss und breiten Terrassentüren muss deutlich weniger auseinander, als die meisten annehmen.

Es gibt drei Gründe, die für ein Zerlegen sprechen, und nur drei. Der erste ist die Öffnung: Passt das Stück nicht durch Tür, Flur oder Treppenhaus, hilft nichts. Der zweite ist das Gewicht: Ein Kleiderschrank aus Massivholz ist zu zweit am Stück nicht sicher zu tragen. Der dritte ist die Statik im Wagen: Ein hohes, schmales Regal steht auf der Ladefläche instabil und beschädigt sich selbst, auch wenn es gut gegurtet ist.

Alles, was keinen dieser drei Gründe erfüllt, fährt am Stück. Dazu gehören die meisten Kommoden, Nachttische, Sideboards, Sessel, Couchtische und kleineren Regale. Schubladen bleiben dabei drin, aber nur, wenn sie gesichert sind; sonst kommen sie heraus, werden gestapelt und mit einer Decke geschützt.

Was in aller Regel zerlegt gehört

  • Kleiderschränke ab zwei Türen, besonders mit Aufsatz oder Spiegel
  • Doppelbetten samt Lattenrost und alle Betten mit Bettkasten
  • Große Esstische, bei denen die Beine geschraubt sind
  • Regalwände und alles, was aus mehreren verschraubten Korpussen besteht
  • Eckcouchen, die aus verbundenen Elementen bestehen
  • Hohe Schreibtische und Schrankaufsätze, die kippen würden

Aus der Werkstatt

Was besser ganz bleibt, und warum

Manche Möbel verlieren beim Zerlegen mehr, als der Transport ihnen antun könnte. Alte Schränke mit Zapfenverbindungen zum Beispiel sind darauf ausgelegt, als Ganzes zu stehen; wer sie auseinandernimmt, ohne die Verbindungen zu kennen, bekommt sie selten spannungsfrei wieder zusammen. Auch geleimte Rahmen bei Tischen und Stühlen bleiben unangetastet, hier wird höchstens die Platte abgenommen.

Der zweite Fall sind Möbel mit eingepassten Rückwänden aus dünner Faserplatte. Diese Rückwand ist bei billigen Schränken das einzige Bauteil, das die Rechtwinkligkeit hält. Wird sie beim Zerlegen gelöst, verzieht sich der Korpus, und beim Aufbau schließen die Türen nicht mehr. Solche Schränke transportiert man liegend und am Stück, wenn der Weg es irgendwie hergibt.

Und der dritte Fall: alles mit Glas, Spiegel oder Stein. Glasböden und Spiegel kommen heraus und fahren einzeln, in Decken und Folie gewickelt, senkrecht gestellt und nicht flach gestapelt. Eine Steinplatte auf einem Couchtisch wird ebenfalls abgenommen und senkrecht transportiert, weil sie liegend bei jeder Unebenheit bricht.

Vier Wochen vorher

Schrauben und Beschläge: der Teil, an dem Umzüge scheitern

Der häufigste Grund, warum ein Möbel am neuen Ort nicht mehr aufgebaut werden kann, ist nicht ein Transportschaden, sondern eine fehlende Tüte. Beschläge sind klein, sie sehen sich alle ähnlich, und sie sind genau dann verschwunden, wenn man sie braucht. Dagegen hilft nur eine feste Ordnung, die vom ersten bis zum letzten Möbel durchgehalten wird.

Unsere Regel ist: Was zu einem Möbel gehört, bleibt am Möbel. Jede Tüte wird beschriftet, und zwar mit dem Namen des Stücks und des Raums, nicht mit "Schrank". Bei Möbeln mit unterschiedlichen Schraubenlängen wird zusätzlich notiert, welche wohin gehört, oder die Schrauben werden gleich in die Löcher zurückgedreht, aus denen sie kamen. Das ist die sicherste Methode überhaupt und kostet kaum Zeit.

Ein zweiter Punkt betrifft die Teile, die man für Beschläge nicht hält: Dübel, Exzenter, Bodenträger, Türdämpfer, die kleinen Abdeckkappen. Sie fallen beim Zerlegen heraus, rollen weg und fehlen später. Deshalb wird unter jedem Möbel, das zerlegt wird, eine Decke ausgebreitet. Was herunterfällt, bleibt darauf liegen, und am Ende wird die Decke zusammengeschlagen und in die Tüte geleert.

  1. Decke unter das Möbel legen, bevor der erste Schraubendreher angesetzt wird
  2. Türen und Schubladen zuerst abnehmen, dann erst den Korpus lösen
  3. Beschläge, Dübel und Bodenträger in eine Tüte, Tüte sofort beschriften
  4. Tüte mit Klebeband innen an den Korpus kleben, nicht in eine Kiste legen
  5. Lange und kurze Schrauben trennen oder in die Ursprungslöcher zurückdrehen
  6. Vor dem Verladen ein Foto von der Rückseite machen, es ersetzt jede Anleitung

Vorher entschieden

Welche Möbel einen zweiten Aufbau nicht überstehen

Es gibt Stücke, bei denen die ehrliche Auskunft lautet: Das lohnt sich nicht mehr. Pressspanmöbel mit Exzenterverbindern halten in der Regel zwei bis drei Auf- und Abbauten, danach greift der Verbinder nicht mehr, weil das Material rund gedrückt ist. Wer einen solchen Schrank schon zweimal umgezogen hat, sollte beim dritten Mal nüchtern rechnen, ob Transport, Arbeitszeit und das Risiko eines wackeligen Ergebnisses den Restwert noch rechtfertigen.

Ähnlich liegt der Fall bei Möbeln, die sichtbar Feuchtigkeit gezogen haben, etwa aus einem ungeheizten Nebengebäude. Aufgequollene Kanten geben keiner Schraube mehr Halt. Auch Betten mit Metallwinkeln, die schon einmal nachgebohrt wurden, sind Kandidaten für einen Abschied. Wir sagen das beim Rundgang offen, weil ein Kubikmeter, der nicht mitfährt, doppelt spart: an der Fuhre und an der Enttäuschung beim Aufbau.

Umgekehrt gibt es Möbel, die jeden Umzug mitmachen. Massivholz mit durchgehenden Schrauben, Metallregale, alte Schränke mit Beschlägen aus Messing: Diese Stücke lassen sich beliebig oft lösen und wieder anziehen. Bei ihnen ist Zerlegen keine Frage der Substanz, sondern nur eine des Gewichts.

Handgriffe

Die Einbauküche ist ein eigener Fall

Eine Küche ist kein Möbel, sondern eine Baugruppe: Unterschränke auf gemeinsamer Sockelleiste, eine durchgehende Arbeitsplatte, Geräte, die eingeschoben und verschraubt sind, dazu Anschlüsse für Strom, Wasser und oft Gas. Deshalb steht sie bei uns als eigene Position im Angebot und kostet ab 226 €. Darin steckt das Lösen an der alten Adresse, der gesicherte Transport und das Setzen am neuen Ort.

Was ausdrücklich nicht darin steckt, ist das Anklemmen. Strom und Wasser gehören in die Hand eines Fachbetriebs mit der passenden Zulassung, und daran gibt es nichts zu deuteln. Wir ziehen die Geräte heraus, nehmen die Arbeitsplatte ab, lösen die Schränke von der Wand, nummerieren jedes Teil und bauen die Reihenfolge am neuen Ort genauso wieder auf. Für den letzten Handgriff kommt der Handwerker.

Der wichtigste Rat zur Küche lautet: Messen Sie vorher. Eine Küche, die an der alten Wand vier Meter lang war, passt an eine Wand von drei Metern achtzig nicht hinein, und das ist keine Frage des Geschicks. Wo die Arbeitsplatte gekürzt oder ein Schrank weggelassen werden muss, entscheidet sich das vor dem Umzug und nicht am Abend im leeren Raum.

Zum Nachlesen

Der Aufbau am neuen Ort: Reihenfolge schlägt Geschwindigkeit

Aufgebaut wird in umgekehrter Reihenfolge zum Laden, und das ist mehr als eine Faustregel. Die großen Korpusse kommen zuerst an ihren endgültigen Platz, weil sich alles andere um sie herum anordnet. Erst wenn ein Schrank steht und ausgerichtet ist, werden Türen eingehängt und Böden eingesetzt; wer es umgekehrt macht, trägt das volle Gewicht durch den Raum und verzieht dabei den Korpus.

Ausrichten heißt auf alten Böden echte Arbeit. In einem Haus mit gewachsenem Dielenboden ist selten eine Fläche waagerecht, und ein Schrank, der nicht im Lot steht, hat Türen, die von allein aufgehen. Dafür gibt es Unterlegkeile, und die kosten nichts außer der Geduld, es zweimal zu prüfen. Die Wasserwaage gehört zu jedem Aufbau, nicht nur zum Regal an der Wand.

Für den Aufbau allein kommen wir auch ohne Umzug. Wer einen Schrank geliefert bekommen hat und ihn nicht selbst stellen will, bekommt zwei Hände ab 23 € je Stunde; mit Werkzeug an Bord kostet der Monteur ab 27 € je Stunde. Der passende Schlüsselsatz liegt ohnehin im Wagen, es braucht dafür keinen eigenen Anfahrtsweg.

Preisrahmen

Was Möbel zerlegen und aufbauen kostet

Die Zahlen sind der Anfang der Rechnung, nicht ihr Ende. Was dazukommt, steht vorher als eigene Zeile drin.

Was Zerlegen und Aufbauen kostet

LeistungWas dabei mitkommtBetrag
Helfer mit MontagekofferSchrauber, Inbus und Schlüsselsatz liegen im Wagenab 27 € je Stunde
Einbauküche lösen und neu setzenStrom und Wasser klemmt der Fachbetrieb anab 226 €
Zwei Hände ohne WagenUnter zwei Stunden fahren wir nicht rausab 23 € je Stunde
In allen Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Verbindlich wird die Zahl beim Aufmaß vor Ort, und von da an ist sie ein Festbetrag.

Kurz gefragt

Fragen zu Abbau, Beschlägen und Aufbau

Sollen wir vor Ihrem Kommen selbst zerlegen?

Nur, wenn Sie sich mit dem jeweiligen Möbel auskennen. Ein halb zerlegter Schrank ohne Tüte kostet am Umzugstag mehr Zeit, als das vollständige Zerlegen durch uns gekostet hätte.

Was passiert, wenn Beschläge fehlen?

Gängige Dübel, Exzenter und Bodenträger haben wir im Wagen, damit lässt sich das meiste auffangen. Fehlen herstellereigene Spezialteile, bauen wir so weit auf wie möglich und sagen, welches Teil nachbestellt werden muss.

Bauen Sie auch Möbel auf, die wir neu gekauft haben?

Ja, das ist ein eigener kleiner Auftrag ohne Umzug. Am besten nennen Sie die Zahl der Stücke, dann sagen wir, wie viele Stunden das ungefähr wird.

Nehmen Sie die Küchengeräte mit aus den Schränken?

Wir ziehen sie heraus und transportieren sie gesichert. Das Trennen und das spätere Anschließen von Strom und Wasser übernimmt der Fachbetrieb, das ist nicht unsere Unterschrift.

Was ist mit Möbeln, die schon wackeln?

Die sehen wir uns beim Rundgang an und sagen ehrlich, ob ein weiterer Aufbau realistisch ist. Wenn nicht, ist Wegbringen der günstigere Weg, und den können wir in derselben Tour erledigen.

Worauf Sie sich berufen können

Abbau und Aufbau aus derselben Hand

Wer ein Möbel zerlegt hat, weiß am Zielort, wie es zusammengehört. Deshalb macht bei uns dieselbe Besatzung beide Seiten, und Fotos von der Rückseite gehören dazu.

  • Am Apparat sind wir montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr; das Formular nimmt auch später noch an
  • Es gilt der Haftungsrahmen aus Paragraf 451e HGB, 620 Euro je Kubikmeter Laderaum
  • Wochenendgrundstücke und Bungalows am Wasser fahren wir auch ohne befestigte Zufahrt an
  • Was im Angebot steht, steht später auch auf der Rechnung

Eine Besatzung, beide Enden 01579 2657049

Schrank rein, Türen schließen

Ein Aufbau ist dann fertig, wenn die Türen von allein zubleiben. Genau daran messen wir ihn, nicht an der Uhr.

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